Geschwisterkurs – der „Geburtsvorbereitungskurs“ für das große Geschwisterkind
Berlin, Deutschland
Wer bereitet eigentlich das Kind, das bald großer Bruder oder große Schwester wird, auf die große Veränderung vor? In der Schwangerschaft gibt es eine Hebamme, die jede Frage beantwortet und einen Geburtsvorbereitungskurs. Fürs große Geschwisterkind gibt es neben wunderschönen Kinderbüchern und Fragen an die Eltern auch meinen Geschwisterkurs. Oder wie ich ihn liebevoll nenne: Der Geburtsvorbereitungskurs für die bald großen Geschwister.
Ich hab mal gelesen, dass Geschwisterbabys im Schnitt mit etwa vier Monaten ihr erstes Gummibärchen essen. Und das nicht etwa, weil sich die Eltern plötzlich denken: "Zuckerfrei im ersten Jahr? Das ist doch nur was für Anfänger.", sondern weil die großen Geschwister dem Baby etwas abgeben. Eine Schwangere hat abgewunken, als ich das erzählte und war sich sicher, dass ihr Kind weiß, dass Babys das noch nicht essen dürfen. Ihr Fünfjähriger bestätigte das auch ganz selbstsicher, nur um im nächsten Augenblick zu fragen: "Aber Smarties sind schon erlaubt, oder?". Kindermund! Die Mama guckte mich völlig perplex an, eine Mischung aus schockiert und amüsiert. Mich überraschte das weniger, ich hatte schon viele solcher Sätze gehört. Kinder in dem Alter denken einfach anders als wir.
Im Geschwisterkurs bereite ich dein Kind spielerisch auf die Zeit mit Baby vor. Wir schauen uns gemeinsam an, was so ein Baby im Bauch und nach der Geburt schon alles kann und was eben noch lange nicht. An meinem Kurs gibt es zwei Besonderheiten: Die erste ist, dass ich zu euch nach Hause komme. In der gewohnten und geschützten Umgebung kann ich besonders gut auf dein Kind eingehen und es muss auch nicht still sitzen und die ganze Zeit brav zuhören. Damit es möglichst viel Freude an der gemeinsamen Zeit hat und weil die Aufmerksamkeit im Kita- und frühen Grundschulalter nur begrenzt ist, gestalte ich die Stunde interaktiv und erlebbar. Ich bringe zum Beispiel eine Tragepuppe mit. Dein Kind darf sie in den Arm nehmen und spürt selbst, wie schwer so ein Neugeborenes wirklich ist. Meist bin ich rund eine Stunde da, mal etwas mehr und manchmal auch nur 45 Minuten. Das mache ich ganz von deinem Kind und seiner*ihrer Tagesform abhängig. Manchmal möchte mir ein Kind das eigene Zimmer und die ganzen Spielsachen zeigen. Unter Umständen verschwindet es dann zwischendurch auch immer wieder im Nachbarzimmer. Das ist vollkommen in Ordnung. Ihr dürft dann entspannt bleiben und müsst es nicht zum Mitmachen überreden. Es nimmt trotzdem viel mehr mit, als wir Erwachsenen manchmal so glauben.
Diese eine Stunde ist ohnehin nicht alles. Erinnere dich an die Zeit, als euer erstes Kind unterwegs war. Alle haben dir gesagt, dass es anstrengend wird und die Nächte kurz. Du hast Ratgeber gelesen und alle gefragt, die schon Kinder hatten. Und trotzdem standst du irgendwann mit dem Baby auf dem Arm da, das erste Mal allein zu Hause, ohne dass jemand daneben stand, und dachtest: okay. Und jetzt? Was es wirklich bedeutet, ein Baby zu haben, wissen wir erst, wenn wir selbst Eltern werden. Nicht anders geht es deinem Kind. Es ist deutlich jünger als du damals und kann es trotz aller Vorbereitung nicht bis zuletzt abschätzen, was da wirklich auf es zukommt.
Was dich angeht: Beim zweiten Mal kennst du das Handwerk: das Wickeln und Tragen, das Stillen oder Fläschchen geben - all das kommt von allein zurück. Euer Familienleben aber, das sortiert sich neu, und wie dein erstes Kind auf all das reagiert, weiß vorher keiner. Im besten Fall freut es sich über das neue Geschwisterchen. Und es ist normal, wenn dein großes Kind das Geschwisterchen zeitweise nicht so toll findet. Das kann schwer auszuhalten sein, gerade mit den Hormonen kurz nach der Geburt. Mein Erstgeborener zum Beispiel hatte sich eine Schwester gewünscht und ich war daher etwas besorgt, wie er wohl auf den kleinen Bruder reagieren würde. Ab Sekunde eins war er totally in love. Allerdings mussten auch wir die Aufmerksamkeit nun auf zwei Kinder verteilen und konnten nicht mehr so für ihn da sein, wie er es von vorher kannte. Das war schwer für ihn und er fragte mich nach ein paar Wochen, ob wir den Kleinen nicht doch zurückgeben könnten. Er hätte sich ja schließlich eine Schwester gewünscht. Nach all den Jahren gibt es bis heute Momente voller bezaubernder Geschwisterliebe und Momente von Geschwisterstreit. Beides gehört dazu. Diese Phasen sind ganz normal und kommen in allen Familien immer wieder vor.
Und hier kommt die zweite Besonderheit meines Kurses ins Spiel - der Online-Elternabend. Oft findet er am selben Abend statt, manchmal ein paar Tage davor oder danach. Da geht es um die Frage, was in deinem Kind eigentlich vorgeht. Was es vielleicht noch nicht gut in Worte fassen kann, und wie sich das Verhalten ändern kann. Das können solche Sätze sein wie bei meinem Sohn. Es kann auch sein, dass ein Kind sich zurückzieht, klammert oder auf einmal haut und beißt. All das ist keine Manipulation, der du entgegenwirken musst. Dein Kind zeigt damit, dass es ihm*ihr gerade nicht gut geht. Mit Schimpfen und Strafen verschlimmert sich das "unerwünschte" Verhalten eher, als dass es sich bessert. Auf "Das Baby soll wieder weg" mit "Aber du hast dir doch ein Geschwisterchen gewünscht" zu antworten, ist wenig hilfreich. Wir schauen gemeinsam, was hinter dem Verhalten steckt, wie ihr wieder mit eurem Kind in Beziehung gehen und ganz konkret und alltagsnah reagieren könnt - damit alle gut durch diese Veränderung kommen und keiner auf der Strecke bleibt.
Klingt das nach euch? Dann melde dich gern und wir schauen nach einem passenden Termin für euch.
Und auch wenn etwas unklar ist und du noch Fragen hast - ruf mich einfach an oder schick mir eine Nachricht.
Ich freue mich schon darauf, euch kennenzulernen.
Ich hab mal gelesen, dass Geschwisterbabys im Schnitt mit etwa vier Monaten ihr erstes Gummibärchen essen. Und das nicht etwa, weil sich die Eltern plötzlich denken: "Zuckerfrei im ersten Jahr? Das ist doch nur was für Anfänger.", sondern weil die großen Geschwister dem Baby etwas abgeben. Eine Schwangere hat abgewunken, als ich das erzählte und war sich sicher, dass ihr Kind weiß, dass Babys das noch nicht essen dürfen. Ihr Fünfjähriger bestätigte das auch ganz selbstsicher, nur um im nächsten Augenblick zu fragen: "Aber Smarties sind schon erlaubt, oder?". Kindermund! Die Mama guckte mich völlig perplex an, eine Mischung aus schockiert und amüsiert. Mich überraschte das weniger, ich hatte schon viele solcher Sätze gehört. Kinder in dem Alter denken einfach anders als wir.
Im Geschwisterkurs bereite ich dein Kind spielerisch auf die Zeit mit Baby vor. Wir schauen uns gemeinsam an, was so ein Baby im Bauch und nach der Geburt schon alles kann und was eben noch lange nicht. An meinem Kurs gibt es zwei Besonderheiten: Die erste ist, dass ich zu euch nach Hause komme. In der gewohnten und geschützten Umgebung kann ich besonders gut auf dein Kind eingehen und es muss auch nicht still sitzen und die ganze Zeit brav zuhören. Damit es möglichst viel Freude an der gemeinsamen Zeit hat und weil die Aufmerksamkeit im Kita- und frühen Grundschulalter nur begrenzt ist, gestalte ich die Stunde interaktiv und erlebbar. Ich bringe zum Beispiel eine Tragepuppe mit. Dein Kind darf sie in den Arm nehmen und spürt selbst, wie schwer so ein Neugeborenes wirklich ist. Meist bin ich rund eine Stunde da, mal etwas mehr und manchmal auch nur 45 Minuten. Das mache ich ganz von deinem Kind und seiner*ihrer Tagesform abhängig. Manchmal möchte mir ein Kind das eigene Zimmer und die ganzen Spielsachen zeigen. Unter Umständen verschwindet es dann zwischendurch auch immer wieder im Nachbarzimmer. Das ist vollkommen in Ordnung. Ihr dürft dann entspannt bleiben und müsst es nicht zum Mitmachen überreden. Es nimmt trotzdem viel mehr mit, als wir Erwachsenen manchmal so glauben.
Diese eine Stunde ist ohnehin nicht alles. Erinnere dich an die Zeit, als euer erstes Kind unterwegs war. Alle haben dir gesagt, dass es anstrengend wird und die Nächte kurz. Du hast Ratgeber gelesen und alle gefragt, die schon Kinder hatten. Und trotzdem standst du irgendwann mit dem Baby auf dem Arm da, das erste Mal allein zu Hause, ohne dass jemand daneben stand, und dachtest: okay. Und jetzt? Was es wirklich bedeutet, ein Baby zu haben, wissen wir erst, wenn wir selbst Eltern werden. Nicht anders geht es deinem Kind. Es ist deutlich jünger als du damals und kann es trotz aller Vorbereitung nicht bis zuletzt abschätzen, was da wirklich auf es zukommt.
Was dich angeht: Beim zweiten Mal kennst du das Handwerk: das Wickeln und Tragen, das Stillen oder Fläschchen geben - all das kommt von allein zurück. Euer Familienleben aber, das sortiert sich neu, und wie dein erstes Kind auf all das reagiert, weiß vorher keiner. Im besten Fall freut es sich über das neue Geschwisterchen. Und es ist normal, wenn dein großes Kind das Geschwisterchen zeitweise nicht so toll findet. Das kann schwer auszuhalten sein, gerade mit den Hormonen kurz nach der Geburt. Mein Erstgeborener zum Beispiel hatte sich eine Schwester gewünscht und ich war daher etwas besorgt, wie er wohl auf den kleinen Bruder reagieren würde. Ab Sekunde eins war er totally in love. Allerdings mussten auch wir die Aufmerksamkeit nun auf zwei Kinder verteilen und konnten nicht mehr so für ihn da sein, wie er es von vorher kannte. Das war schwer für ihn und er fragte mich nach ein paar Wochen, ob wir den Kleinen nicht doch zurückgeben könnten. Er hätte sich ja schließlich eine Schwester gewünscht. Nach all den Jahren gibt es bis heute Momente voller bezaubernder Geschwisterliebe und Momente von Geschwisterstreit. Beides gehört dazu. Diese Phasen sind ganz normal und kommen in allen Familien immer wieder vor.
Und hier kommt die zweite Besonderheit meines Kurses ins Spiel - der Online-Elternabend. Oft findet er am selben Abend statt, manchmal ein paar Tage davor oder danach. Da geht es um die Frage, was in deinem Kind eigentlich vorgeht. Was es vielleicht noch nicht gut in Worte fassen kann, und wie sich das Verhalten ändern kann. Das können solche Sätze sein wie bei meinem Sohn. Es kann auch sein, dass ein Kind sich zurückzieht, klammert oder auf einmal haut und beißt. All das ist keine Manipulation, der du entgegenwirken musst. Dein Kind zeigt damit, dass es ihm*ihr gerade nicht gut geht. Mit Schimpfen und Strafen verschlimmert sich das "unerwünschte" Verhalten eher, als dass es sich bessert. Auf "Das Baby soll wieder weg" mit "Aber du hast dir doch ein Geschwisterchen gewünscht" zu antworten, ist wenig hilfreich. Wir schauen gemeinsam, was hinter dem Verhalten steckt, wie ihr wieder mit eurem Kind in Beziehung gehen und ganz konkret und alltagsnah reagieren könnt - damit alle gut durch diese Veränderung kommen und keiner auf der Strecke bleibt.
Klingt das nach euch? Dann melde dich gern und wir schauen nach einem passenden Termin für euch.
Und auch wenn etwas unklar ist und du noch Fragen hast - ruf mich einfach an oder schick mir eine Nachricht.
Ich freue mich schon darauf, euch kennenzulernen.
Standort der Auflistung
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